Kontrollierte Wohnraumlüftung (KWL)

Das richtige Klima von Räumen und Gebäuden ist wichtig für Gesundheit und Wohlbefinden

Mit der 2009 in Kraft getretenen Energiesparverordnung zielte die Bundesregierung vor allem darauf ab, durch Reduzierung des Wärmeverlustes, den Wärmebedarf und den Primärenergieverbrauch zu senken, und somit die CO2-Emissionen und die Energiekosten zu verringern. Um die Betriebskosten zu senken, wurde bereits in den letzten Jahrzehnten überwiegend und nachhaltig in die Gebäudedämmung und Verbesserung der Luftdichtigkeit investiert.
Ein ganz wichtiger Aspekt, der dabei aber nicht immer ausreichend berücksichtigt wurde ist die Sicherstellung der hygienischen Raumluftqualität.

Lagen die Luftwechselraten in den 70er Jahren noch bei 7-10, ist sie durch die heute übliche luftdichte Bauweise auf 0,1/h gesunken. Während die Abgabe von Feuchte und der Luftwechsel von eindringender Luft durch Fugen ermöglicht wurde, müssen heutzutage andere Mechanismen den Luftaustausch regeln. Ist dies nicht der Fall können folgende Probleme auftreten:

  1. Feuchte, deren Abtransport nicht gelingt, kann zu Schimmelbildung führen. Insbesondere in Schlafzimmer und Bad, wo anfallende Feuchtigkeit z.B. in Textilien wie Handtüchern und Vorhängen „zwischengespeichert“ wird ist ein kontinuierlicher Luftaustausch notwendig, da Stoßlüftung nicht ausreicht.
  2. Fehlender Luftwechsel verhindert die Begrenzung des CO2-Gehaltes in der Luft, was bei den Bewohnern unter anderem zu Müdigkeit, Konzentrationsschwäche oder Kopfschmerzen hervorrufen kann.
  3. Eine erhöhte Geruchsbelästigung und Konzentration von Schadstoffen wird verursacht durch Ausdünstungen von Möbeln und Baumaterial. So hat die UGH Essen/Duisburg herausgefunden, dass zum Erreichen einer hygienischen Raumluftqualität, bei einem Quadratmeter neu verlegtem Teppich, eine Luftwechselrate von 1-4/h nötig ist.

Die Lüftungsnorm DIN 1946-6 legt unter anderem fest, welche Grenzwerte und Berechnungsmethoden für die Erreichung der Mindestanforderungen beim Luftaustausch notwendig sind. Die geforderte Luftwechselrate von 0,6-0,7/h entspricht täglich 14-17 Luftwechseln.
Während seiner Anwesenheit kann ein Bewohner mit manueller Lüftung durchaus zum Luftwechsel beitragen. Um die geforderten Werte ohne Abstriche an die Luftdichtigkeit zu erzielen, ist eine kontrollierte Wohnungslüftungsanlage (KWL) unumgänglich.

Ob für ein Objekt eine zentrale oder dezentrale Lüftungsanlage die richtige Wahl ist, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Beide Systeme haben Ihre Stärken und Schwächen. Wichtig ist die individuelle Betrachtung des jeweiligen Gebäudes.

Energieverbrauch:
Für beide Varianten gilt: Der Energieverbrauch und CO2-Ausstoß verringert sich deutlich bei Verwendung eines Systems mit Wärmerückgewinnung (WRG), was heutzutage eigentlich Standard ist. Trotz Zunahme des Stromverbrauchs sind die Energieverbrauchskosten, bei Einsatz einer KWL-Anlage mit Wärmerückgewinnung ca. 20% niedriger, je nach Energieeffizienzgrad der Immobilie sogar noch höher.
Die zentralen Systeme bieten den Vorteil, dass mit Hilfe eines Erdwärmetauschers bei Frischluftansaugung durch das Erdreich im Sommer die Luft natürlich gekühlt und im Winter erwärmt werden kann. Eine Feinfilterung der Außenluft ist bei zentralen wie dezentralen Anlagen möglich.

Montagesituation:
In Neubauten sind zentrale wie dezentrale Lüftungsgeräte gut integrierbar, da sie bereits in der Planungsphase mitberücksichtigt werden können. Handelt es sich um einen Einbau im Rahmen einer Sanierung empfehlen sich aufgrund der raumweisen Positionierung oft dezentrale Geräte.

Schallschutz:
Während man bei der Planung einer zentralen KWL-Anlage mit Hilfe von durchdachter Kanalführung, dem Einsatz von Schalldämpfern und der Positionierung der Ventile den Schallschutz ausreichend berücksichtigen muss, ist bei dezentralen Geräten auf eine möglichst geringe Schallemission zu achten, da diese sich direkt im Raum befinden.

Wir berücksichtigen bei der Auswahl, Planung und Installation alle relevanten Fragen
- Werden alle Räume der Wohnung be- bzw. entlüftet?
- Ist aufgrund der Lüftungsart eine dauerhafte Zuordnung in Zu- und Ablufträume möglich?
- Können die geforderten Luftmengen auch bei ungünstigen Witterungsbedingungen sichergestellt werden?
- Werden die Luftmengen bei akzeptablem Schallpegel erreicht?
- Stimmen die Auslegungsvolumenströme?
- Wird anfallendes Tauwasser schadensfrei entsorgt?
- Ist die Anlage reinigungsfähig?

Sind Planung und Auswahl abgeschlossen besteht eine häufige Fehlerquelle in der nicht fachgerechte Montage und Inbetriebnahme der ausgewählten Anlage. Unser Personal ist fachgerecht und aktuell geschult, so stellen wir bis zur Endmontage höchste Qualität für unsere Kunden sicher.

Bitte kontaktieren Sie uns, wenn Sie Interesse an einem Angebot oder noch Fragen haben.